Unheimlich
Samstag, März 6th, 2010Samstagabend, 23:40 Uhr
In drei Kreisen ist exakt ein RTW unterwegs…
Ich habe Angst…
Samstagabend, 23:40 Uhr
In drei Kreisen ist exakt ein RTW unterwegs…
Ich habe Angst…
Ich hatte gar keine Bilder vom Wacken Open Air hier online gestellt.
Nun, ich war ja auch beruflich da und ich war/bin mir nicht so 100%ig sicher, wie sich das rechtemäßig verhält.
Aber dafür gibts von meinem 400€-Job-Arbeitgeber der RKiSH ein paar Fotos online.
In der Nacht vom 30.07. auf den 31.07. bin auch ich zwei Mal fotografiert worden. Ok, gleiche Patientin, aber relativ aufwendige Rettungsaktion bei Verdacht auf HWS-Fraktur.
Bild 1, Bild 2
Tach werte übriggebliebene Leser.
Als derzeit staatlich anerkannter Kriegsversehrter (knöcherner Sehnenabriss in der rechten Hand) durch eine durch mich geleistete Umzugshilfe, ergeben sich einige Änderungen.
Zum einen muß ich mich derzeit mit dem Einsatz der linken Hand begnügen, voraussichtlich 4-6 Wochen, je nachdem, ob eine OP machbar ist. Entscheidet der Handchirug die Tage…
Das zieht aber auch anderes mit sich: Tippen am PC ist mehr als kacke, Autofahren ist nicht mehr drin (heute nochmal probiert, trotz Teilgips zu schmerzhaft), keine Arbeit und keine Feuerwehr.
Scheisse, mir ist jetzt schon langweilig!
Aber ich war vorher immerhin noch zwei Tage in Wacken.
Zwar nur RTW gefahren, aber dafür trotzdem genug erlebt. U.a. ne knappe Stunde im Bühnengraben gestanden und die Stimmung genossen, auf dem Jägermeisterhochsitz in ca. 50m gewesen, mich mit vielen netten WOA-Besuchern auf dem Weg ins Krankenhaus unterhalten und einfach Spaß gehabt.
So, alles wird gut. Irgendwann ;)
Für alle Kollegen im Rettungsdienst und bei der Feuerwehr:
Infos des RKI
Und ehe die Frage aufkommt, eine kurze Erklärung:
Schweinegrippe ist eine Form der Grippe, dessen Virusstamm zum ersten Mal aus einem Schwein isoliert wurde. Die bisher aufgetretenden Fälle scheinen eine “normale” Mensch-zu-Mensch-Übertragung zu sein. Bisher beschränken sich die Verdachtsfälle auf Personen mit Grippesymptomen, die kürzlich eine Mexikoreise absolviert haben.
Je weiter natürlich sich der Virus (H1N1) ausbreitet, desto mehr muß man auch andere Personen in Betracht ziehen.
Es handelt sich um einen behüllten Virus, der dadurch aber relativ leicht zu knacken ist.
Als Vorsichtsmaßnahme reicht daher die normale Händedesinfektion mit z.B. Sterilium, welches begrenzt viruzid ist, also gegen behüllte Viren wirken sollte.
Bei behördlich angeordneter Desinfektion kann aber auch das Sterilium Virugard ausgepackt werden müssen, dann mit einer Einwirkzeit von 2min – auch zu nutzen, wenn man sich unsicher sein sollte.
An Mundschutz und Schutzbrille sollte natürlich auch gedacht sein – Stichwort Tröpfcheninfektion.
Irgendwann werden Leute sterben für unpassende, beleidigende, verallgemeindernde und vorallem dumme Sprüche gegen die gesamte Institution “Leitstelle”.
Ich sollte wohl besser mal damit anfangen, sowas zu ignorieren.
Oder Jäger und Sportschütze werden.

Vorteile wenn man im Rettungsdienst arbeitet:
Man kann während des Dienstes mit Freunden in einer Kantine essen gehen.
Nachteile wenn man im Rettungsdienst arbeitet:
Man kann den Melder nicht ablegen.
Geht nicht Schnee schippen.
Jedenfalls nicht wenn ihr nicht wollt, daß euch Verwandte reanimieren, weil es ein fremder Mensch so am Telefon erzählt. Und die vier Leute in roten Hosen machen dann auch noch das Gleiche…
Ja, ich bin einer.
Letzten Sonntag während des Volleyballtuniers, an dem die Rettungswache Wedel mit einer Mannschaft beteiligt war, habe ich für knappe vier Stunden das NEF besetzt, damit der Kollege mitspielen konnte.
Heute wollte ich nach einem Mittagessen im südlichem Kreis Pinneberg nur schnell meine Dienstpläne aus der Leitstelle rausholen und schon hatten mich zwei Kollegen breitgeschlagen, noch mal eben zwei Stunden zu disponieren.
Ohne die beiden wohlgemerkt ;)
PS: Heldenmut bewies der Kollege Pascal K., der todesverachtend und ballfixiert dem Volleyball nachjagte. Hätte klappen können, aber zumindestens seine Schienbeine wurden durch eine Turnbank ausgebremst, während der restliche Oberkörper noch in Vorwärtsrichtung unterwegs war. Der Rest ist Physik. Und Schmerz.
Ich muß natürlich ausgerechnet dann mal wieder in Wedel arbeiten, wenn eine seiche Schneedecke Land und Autos bedeckt.
Stellenweise glatt in den Ortschaften, keine Frage.
Aber das ich auf der freien Autobahn ca. 30 km im zweiten Gang zurücklegen darf, ist, dezent gesagt, für den Arsch…
Ach ja, bisher nur zwei Mal mit dem NEF unterwegs gewesen, da geht doch noch was…
Ich fahre ja noch ca. drei Mal pro Monat Rettungswagen, jetzt war am Montag ein Spätdienst (15-23) angesagt, der erste seit langer Zeit.
Ich habe in meinen “aktiven” Jahren relativ regelmäßig pünktlich Feierabend machen können und auch heute/gestern sah es danach aus.
Was soll ich sagen, jetzt ist es 02:45 Uhr und ich bin gerade eben zuhause angekommen.