Liebe Mitbürger,

Freitag, Februar 6th, 2009

wenn Sie nur ins Telefon kreischen, dabei auch kein Deutsch sprechen, nach vier Minuten immer noch kreischen, Ihre Freundin ans Telefon holen, diese noch mehr kreischt, Sie im Anschluß weiter kreischen, keiner von Ihnen die richtige Adresse rausbekommt, dann…

…dann müssen Sie sich nicht wundern, wenn nach 20 Minuten suchen plötzlich viele Leute in Ihrer Wohnung stehen, die Sie natürlich nicht mit einem Namensschild versehen haben, nicht mit einer funktionierenden Klingel ausgestattet und mit einem offen Türspalt präsentiert haben.

Desweiteren stoßen Sie nicht auf Verständnis, wenn Sie, wie so oft, eigentlich nichts haben, Sie also bei bester Gesundheit sind.

Lesen Sie am besten mal Äsops Fabel Der Hirtenjunge und der Wolf.

Man kennt seine Klientel

Montag, Januar 19th, 2009

Wenn schon die Polizei einen “Hilfeersuchenden” mit den Worten Verdammte Inzucht ankündigt…

Geschafft

Mittwoch, Januar 14th, 2009

Faszinierend, nur sechs Stunden Dienst, sitzende Tätigkeit, etwas telefonieren, mehr nicht.

So sieht man es gerne von außen.
Ich war so froh wie seit langem nicht mehr, daß ich um 13:00 Uhr abgelöst wurde.

Liebe Krankenkassen, liebe RKiSH, es fehlen definitiv Autos.
Jeden Tag.

Sicherlich nicht wissenschaftlich zugelassen, aber rechnen wir die bisherigen Einsatzzahlen des Rettungsdienstes hoch, knacken wir dieses Jahr die Marke der 100.000 Einsätze…

Gutmensch

Dienstag, Januar 13th, 2009

Ja, ich bin einer.

Letzten Sonntag während des Volleyballtuniers, an dem die Rettungswache Wedel mit einer Mannschaft beteiligt war, habe ich für knappe vier Stunden das NEF besetzt, damit der Kollege mitspielen konnte.

Heute wollte ich nach einem Mittagessen im südlichem Kreis Pinneberg nur schnell meine Dienstpläne aus der Leitstelle rausholen und schon hatten mich zwei Kollegen breitgeschlagen, noch mal eben zwei Stunden zu disponieren.
Ohne die beiden wohlgemerkt ;)

PS: Heldenmut bewies der Kollege Pascal K., der todesverachtend und ballfixiert dem Volleyball nachjagte. Hätte klappen können, aber zumindestens seine Schienbeine wurden durch eine Turnbank ausgebremst, während der restliche Oberkörper noch in Vorwärtsrichtung unterwegs war. Der Rest ist Physik. Und Schmerz.

Begrifflichkeiten

Dienstag, Januar 6th, 2009

Notrufteilnehmer: “Ich kann von hier aus sehen, daß da irgendwas brennt, das ist aber kein Feuer, oder?”
Ich: “….?”

Bettruhe

Donnerstag, Dezember 18th, 2008

Bezug nehmend auf Carstens neusten Blogeintrag fällt mir auch eine kleine Anekdote ein:

Anruferin war eine Altenpflegerin aus einem größeren Altenheim in einer kleinen Stadt irgendwo im Versorgungsgebiet, zu gute halten möchte ich ihr im Vorwege allerdings, daß sie die 112 gewählt hat. Nicht die Krankentransportnummer und auch vorher nicht den Hausarzt/Vertragsärtzlichen Notdienst.

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Verschwörung

Dienstag, Dezember 16th, 2008

Jawoll liebe Rettungsdienstknechte, ihr hattet all die Jahre recht:
Infektionstransporte sind unsere Schuld!

Wir infizieren die Leute, wir weisen sie ins Krankenhaus ein und nur euer jeweiliger RTW muß alles ganz alleine fahren!
Denkt mal drüber nach, warum…

PS: Auch sind wir an Notarztverlegungen, kranken Menschen in FirstResponder-Einsatzgebieten und am Artensterben im Urwald schuld.

Übergangsphase

Montag, Dezember 15th, 2008

Kennt ihr das?
Man wacht auf (gerne auch durch den Wecker), schaut zur Uhr, findet es noch viel zu früh, will sich gerade seufzend nochmal zurückwerfen und langsam signalisiert einem sein Großhirn, daß die einzig angemessene Reaktion die Panik sein kann.

So geschehen heute morgen.
Bei einem Dienstbeginn um 07:00 Uhr und 25km Fahrstrecke sollte man seinen Wecker nicht auf 06:55 Uhr stellen.

Und weiter gehts

Mittwoch, Dezember 10th, 2008

Was ich auf dem RTW kann, schaffe ich auch auf der Leitstelle.
Allerdings schon um 20:10 Uhr mit also nur knappen 1,5 Überstunden.

Komplimente

Mittwoch, Dezember 3rd, 2008

Du bist ein Spinner, du bist verrückt, du hast doch nen Knall, du hast doch nicht mehr alle Tassen im Schrank, das sind noch alles liebevolle Dinge, die ich mir tagtäglich aus meinem Kollegenkreis anhören darf.
Und wo ich so darüber nachdenke, nicht nur da…

Macht weiter so, auch ich habe Gefühle ;)